Neuraltherapie   1|2

Die Neuraltherapie nach Huneke wirkt regulierend auf das vegetative Nervensystem, dem eine entscheidende Rolle bei akuten wie auch chronischen Schmerz- und Krankheitszuständen zugeschrieben wird. Es werden geringe Mengen eines Lokalanästhetikums (Procain, Lidocain) injiziert, die örtlich eine leichte Betäubung hervorrufen und den Zellstoffwechsel anregen. Die Wirkung bleibt nicht lokal begrenzt, sondern nimmt über das vegetative Nervensystem auch regulierend Einfluß auf innere Organe, Hormonsystem und weiter entfernt liegende Körperregionen.

Man unterscheidet Segmenttherapie und Störfeldsuche. Mit Segmenten sind Abschnitte des Körpers gemeint, die von bestimmten Nervenästen des ZNS (Gehirn und Rückenmark) versorgt werden. Innerhalb eines Segments stehen alle Gewebsschichten, von den inneren Organen bis zur Haut miteinander in Verbindung. Somit ist es möglich durch gezielte Injektionen in die Haut, tiefer liegende Organe zu beeinflussen. Störfelder sind veränderte Gewebestrukturen (Narben, chronische Entzündungsherde, chronische Schmerzregionen, u.ä.), die über Nerven- und Hormonsystem Fernstörungen verursachen. Durch Ausschalten der Störfelder werden krankheitsunterhaltende Ursachen aufgehoben.
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