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Der Behandler beginnt nach
einer Weile des sich Einstimmens mit intuitiven
Berührungen und manchmal benutzt er auch seine
Stimme, um auf den Leibesruf zu antworten. All
dies geschieht in einem geschützten therapeutischen
Raum, in dem intime Grenzen gewahrt bleiben. Leibarbeit
ist eine anarchistische Therapieform, da es keine
feststehenden Regeln für die Art und Abfolge der
Berührungen und den inhaltlichen Ablauf gibt.
Manchmal werden auch im Raum vorhandene Requisiten
mit einbezogen, wobei alles zusammen einen tieferen
Sinn ergibt, der nicht immer mit dem Verstand
zu fassen ist, dafür umso mehr auf der Erfahrungsebene
spürbar wird. So besteht am Ende einer Leibarbeit
der Austausch zwischen Klient und Behandler v.a.
darin, sein subjektives Erleben mitzuteilen und
auch die Schilderung des Gegenübers als Wahrnehmung
auf sich wirken zu lassen. Es entsteht eine Atmosphäre
des Angenommen- und Geborgenseins, in der alle
Gefühle, Gedanken und Körperempfindungen ihren
Platz bekommen. Jede Leibarbeitssitzung ist in
sich geschlossen. Gleichzeitig kommt ein innerer
Prozess in Gang, der auf Vertrauen basiert und
es, über eine längere Zeit begleitet, ermöglicht,
eine tiefergehende seelische Wandlung zu vollführen.
Die Arbeit mit dem Leib schafft mehr Selbstbewusstsein,
mehr Vertrauen zu sich und seinem Körper, klarere
Ziele und erfüllendere Beziehungen.
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